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Bobingen/Schwabmünchen
Neuer Chef: Wertachkliniken sollen Hauskrankenhaus sein
Ziel So selbstverständlich wie der eigene Hausarzt, sollen Kliniken in Bobingen und Schwabmünchen eine erste medizinische Adresse sein
von Pitt Schurian
Bobingen/Schwabmünchen
Telefonaktion gegen Darmkrebs -
Ärzte der Wertachkliniken geben Auskunft
Bobingen/Schwabmünchen
Darmkrebs ist immer heilbar – vorausgesetzt er wird rechtzeitig erkannt. Deshalb werben Ärzte für Vorsorgeuntersuchungen und Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür bei Menschen ab 55 Jahren. Die Wertachkliniken in Bobingen und Schwabmünchen bieten zudem Aufklärung an.
Am Mittwoch, 2. März, stehen zwei Experten in einer Telefonaktion allen Interessenten für Fragen zum Thema Darmkrebs und dessen Vorsorge zur Verfügung. Von 17 bis 19 Uhr sind Dr. Wolf-Dietrich Göhring, der Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin/Gastroenterologie, und Dr. Björn Pommer unter der Telefonnummer (08234) 81-200 an der Wertachklinik in Bobingen erreichbar.
Dr. Pommer erläutert den Hintergrund: „Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland: Jedes Jahr trifft die Diagnose über 73000 Frauen und Männer. Es besteht ein etwa sechsprozentiges Risiko, im Laufe des Lebens an Darmkrebs zu erkranken. Über 27000 Patienten sterben pro Jahr daran. Darmkrebs fordert jährlich also mehr als fünfmal so viele Menschenleben wie Unfälle im Straßenverkehr.“ Diese Zahlen seien umso tragischer, da kaum eine andere Krebserkrankung so sicher und einfach vermieden werden könne. „Darmkrebs ist heute bis zu 100 Prozent heilbar – vorausgesetzt, er wird in einem frühen Stadium entdeckt, in dem er sich noch nicht auf andere Organe ausgebreitet hat“, so die beiden Ärzte in einer Ankündigung ihrer Telefonaktion.
Dr. Pommer: „Die Darmspiegelung ist die entscheidende Möglichkeit, Krebsvorstufen zu erkennen und auch gleich zu behandeln bzw. den Darmkrebs im Frühstadium, in dem noch eine exzellente Heilungschance besteht, zu diagnostizieren. Sie wird von den gesetzlichen Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr übernommen. Leider nehmen nur etwa drei Prozent der Berechtigten an dieser Vorsorgemaßnahme teil.“ Eine umfassende Aufklärung über das Thema hat sich die Stiftung Lebensblicke zur Aufgabe gemacht und den März jeden Jahres zum „Darmkrebsmonat“ erklärt. Die Wertachkliniken Bobingen und Schwabmünchen beteiligen sich mit ihrer Telefonaktion an dieser Aufklärungskampagne. (pit)
Am Mittwoch von 17 bis 19 Uhr sind Dr. Wolf-Dietrich Göhring und Dr. Björn Pommer erreichbar unter der Telefonnummer (08234) 81-200.
Schwabmünchen
Schneller beim Patienten
21.01.2011 | Schwabmünchen
Für die Ärzte der Wertachklinik in Schwabmünchen ist gestern ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen: Dr. Peter Schmidt, Vorsitzender des Krankenhausfördervereins Schwabmünchen, übergab dem Krankenhaus ein mobiles Sonografiegerät im Wert von 28 000 Euro.
Bisher gab es in der Klink nur große Ultraschallgeräte. Das neue, kleine und handliche Gerät ist praktischer im Umgang. „Ein Vorteil gegenüber den großen Ultraschallgeräten ist, dass man das mobile Gerät schnell und problemlos dahin bringen kann, wo der Patient es benötigt“, erklärte Dr. Michael Küchle, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin.
Die Haupteinsatzgebiete des neuen Geräts seien die Anästhesie, die Intensivstation, die Notaufnahme sowie der OP-Bereich. Es könne beispielsweise zur Überprüfung der Herzfunktion bei akuten Notfällen oder zur gezielten Gefäßpunktion von Venen und Arterien benutzt werden.
Ein Zuwachs an Kompetenz für die Klinik
Der Förderverein sponserte die Anschaffung des medizinischen Geräts mit 20 000 Euro. Die Hälfte des Betrages stammt aus einer Spende der Raiffeisenbank Schwabmünchen, die bei der Übergabe durch ihre Vorstände Ulrike Benz und Günther Wölfle vertreten war. „Das Sonographiegerät bedeutet einen weiteren Zuwachs an Kompetenz für unsere Klinik“, freute sich Küchle. (kras)
Bobingen/Schwabmünchen
Neujahr: Dreimal Babyglück am 1. 1. 11
03.01.2011 | Bobingen/Schwabmünchen
Welch ein Geburtsdatum: 1. 1. 11. In den Wertachkliniken begann das neue Jahr mit strahlenden Gesichtern, stolzen Eltern und unterschiedlichsten Babylauten, die alle heißen sollten: „Leute, schaut her: Ich bin da!“ Und an Aufmerksamkeit fehlte es nirgends. In den Geburtenstationen in Schwabmünchen und Bobingen scharten sich Mamas, Papas, Großeltern und Geschwister um gleich drei Neujahrsbabys. So lebhaft begann hier ein neues Jahr schon lange nicht mehr. Am gestrigen Sonntag kam weiterer Zuwachs dazu. Auch da brachten Mütter mit den Hebammen und Ärzten in den Wertachkliniken weitere Landkreisbürger zur Welt. Während die Säuglingszimmer zu den vergangenen Jahreswechseln meist leer standen, herrschte hier am vergangenen Wochenende reger Betrieb eines Babyhotels. „So viel los war bei uns schon seit fünf Jahren nicht mehr“, sagt Hebamme Sandra Miehling und freut sich mit den Angehörigen um sich herum. Ihre Kollegin Katrin Reichinger hatte am 1. Januar das erste Neujahrsbaby 2011 versorgt: Florin Stefan Fischer hatte um 9.28 Uhr nach einem Kaiserschnitt in Bobingen das Licht der Welt erblickt. Mutter Andrea Fischer aus Langerringen und Papa Federico Amberg hielten bald einen 3950 Gramm schweren Stammhalter in den Armen. Aus den Wertachkliniken kommen „echte“ Landkreisbabys Am Neujahrstag um 14.10 Uhr wurde Ella Sophie Pawlik mit einem süßen Lächeln und stolzen 51 Zentimeter Länge das große Glück ihrer Familie Pawlik in Bobingen. Papa Michael Gröbl kann sich nun über ein Dreimäderlhaus freuen. Darauf hatten sich auch Mama Nicole Pawlik und die sechsjährige Tochter Tamara schon seit Monaten gefreut. Zu den beiden Neujahrsbabys aus Bobingen gesellte sich kurz nach 19 Uhr noch eine kleine Dame. Emily wurde in der Heimatstadt ihrer Eltern Daniela und Daniel Büttner zur waschechten Schwabmünchnerin. Sie ließ sich etwas Zeit, aber dann konnte Hebamme Katja Heckmann-Staroste zum ersten Kind gratulieren. 4250 Garmm wiegt die 55 Zentimeter große Emily. Die drei neuen Erdenbürger sind übrigens die einzigen Neujahrsbabys mit einem Geburtsort im Augsburger Land. Andere Kinder von Landkreisfamilien, die im Klinikum oder im Josefinum entbunden werden, erblicken im Stadtgebiet von Augsburg das Licht der Welt.
Schwabmünchen
Wertachkliniken Viszeralchirurgie ist jetzt ein Kompetenzzentrum
15.10.2010 | Schwabmünchen
Doppelte Auszeichnung für die chirurgische Abteilung der Wertachklinik Schwabmünchen: Der Bereich, der von Dr. Regina Manger geleitet wird, war bereits im September zum „Kompetenzzentrum für chirurgische Koloproktologie“ ernannt worden. Jetzt kam ein weiteres Qualitätssiegel hinzu: die Zertifizierung zum „Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie“. Die minimalinvasive Chirurgie wird seit 2003 in Schwabmünchen immer weiter ausgebaut. Dr. Manger operiert bereits seit 1990 mit der Methode der Schlüsselloch-Chirurgie. Anfänglich waren das Eingriffe wie beispielsweise das Entfernen von Gallenblasen und Blinddärmen sowie die Lösung von Verwachsungen. Seit dem Jahr 1994 gehören auch Dickdarmoperationen zu den innovativen Möglichkeiten der minimalinvasiven Chirurgie. Damals waren sie noch neu, oft zeitintensiv und in der Fachwelt häufig umstritten. Nur noch kleine Schnitte in Haut und Gewebe sind erforderlich Doch diese modernen und patientenschonenden Operationsmethoden, bei denen nur noch kleine Schnitte in Haut und Gewebe erforderlich sind, haben sich zwischenzeitlich durchgesetzt. Meist können diese Eingriffe ohne verlängerte Operationszeit wie ein herkömmlicher offener Eingriff durchgeführt werden. Weil diese Methode hohe Anforderungen an den Operateur stellt und eine spezielle Infrastruktur erforderlich ist, ist es längst noch nicht überall möglich, das gesamte Spektrum minimalinvasiver Operationen anzubieten. Zugriffsbereich soll minimiert werden Der Schwabmünchner Standort der Wertachklinken jedoch hat sich vor allem im Bereich der Dickdarmeingriffe sowie der Leisten- und Nabelbrüche auf diesem Gebiet einen Namen gemacht. Manger und ihr Team haben sich kontinuierlich weiterqualifiziert, sodass inzwischen auch minimalinvasive Eingriffe unter anderem bei Magenentfernungen oder bei Eingriffen an der Milz durchgeführt werden können. Es wird versucht, den Zugriffsbereich für den Operateur immer weiter zu minimieren. Die Technik kann jedoch nicht bei jeder Operation eingesetzt werden. Ist beispielsweise der gesamte Bauchraum entzündet, muss der Schnitt des Operateurs größer ausfallen. Die Zertifizierung der vorwiegend vom Landkreis finanzierten Wertachkliniken als „Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie“ ist nun ein deutliches Signal - auch an die Patienten. Denn sie können sicher sein, dass die Klinik alle relevanten und von unabhängigen Experten festgelegten Standards erfüllt. (AL)
Bobingen
„Kleiner Gesundheitstag“ wirbt für Stärkung der Region
Aktionstag
, Vorträge und Stände am Sonntag, 10. Oktober, in der Mittleren Mühle in
Bobingen
06.10.2010 | Bobingen
Viel Information und Lebenshilfe gibt es beim „Kleinen Gesundheitstag“ am Sonntag, 10. Oktober, ab 13 Uhr in der Mittleren Mühle in Bobingen. Die örtliche Volkshochschule veranstaltet ihn jedes zweite Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einer ärztlichen Vortragsreihe, die durch die Wertachkliniken Bobingen/Schwabmünchen unterstützt wird. Sie versprechen auch diesmal interessante und lehrreiche Vorträge über Gesundheitsthemen, die den Zuhörern als präventive Hilfe und Beratung angeboten werden. „Gerade der lokale Bezug des „Kleinen Gesundheitstages“ repräsentiert eine Stärke Bobingens, wie auch der Region“, meint Kulturamtsleiter Reinhold Lenski. Deshalb sei es angebracht, die Informationsveranstaltung mit dem „Tag der Regionen“ zu verbinden. Die Stadt Bobingen sieht in der Nutzung der Gesundheitseinrichtungen vor Ort aber nicht nur eine Chance für den Einzelnen. Sie wirbt auch für deren Stärkung im Interesse der Allgemeinheit. Damit greift sie einen Grundgedanken des Tags der Regionen auf: Im lokalen und regionalen Handeln liegen die Schlüssel zur Lösung vieler Probleme. Das Kulturamt betont: Die Stärkung Bobingens, die Sicherung der lokalen Wertschöpfungskette und die Förderung von Werten wie der gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung vor Ort, sichern Lebensqualität, gerade in strukturell benachteiligten Räumen. Was heißt das nun für den Bobinger Gesundheitssektor? Hierzu rät die Stadt Bobingen: „Nutzen Sie das medizinische Angebot vor Ort, erhalten Sie die Wertschöpfungskette und die entsprechenden Einrichtungen. Mit jedem Arztbesuch in Bobingen, Einkauf in Apotheken, Nutzung von Präventiv- und Heilangeboten und der Inanspruchnahme der Wertachklinik sorgen Sie dafür, dass die lokalen Strukturen erhalten bleiben.“ Denn kurze Wege, persönliche Wertschätzung und ein fachlich qualitätsvolles Angebot würden ein Stück Lebensqualität sichern. (SZ)
Bobingen
Klinik spendet Rettungshauben
22.08.2010 | Bobingen
Gemeinsam mit den Wertachkliniken hatten Feuerwehr und Rettungsdienst vor einigen Wochen in einer spektakulären Einsatzübung den Ernstfall eines Brandes an der Wertachklinik simuliert (wir berichteten). Die Gelegenheit zu dieser „scharfen Übung“ ergab sich im Rahmen der Umbaumaßnahmen an der Klinik. Da konnte man eine Station kurz vor Inbetriebnahme als Kulisse nutzen.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass die gewonnenen Erkenntnisse sehr wertvoll waren und eine solche Übung in absehbarer Zeit wiederholt werden solle. Als kleines Dankeschön für den Einsatz und als Zeichen gegenseitiger Unterstützung haben diesmal die Wertachkliniken geholfen.
Gesamtwert rund 750 Euro
Klinikvorstand Katja Bittner übergab an Kommandant Walter Mayr sowie seinen Stellvertreter Bernhard Kohl im Beisein von Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister insgesamt sechs Fluchthauben im Wert von rund 750 Euro. Dabei äußerte sie die Hoffnung, dass diese nie zum Einsatz kommen mögen.
So ist nun in jedem Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Bobingen eine Rettungshaube vorhanden. Mit deren Hilfe können Feuerwehrmänner, die ja im Ernstfall mit einem Pressluftgerät in verrauchte Brandbereiche vordringen, dort aufgefundene Personen vor einer Rauchvergiftung schützen, während sie diese in Sicherheit bringen. (SZ)
Schwabmünchen
Hier wird das Essen kalt gemacht
von Claudia Dörr
16.08.2010 | Schwabmünchen
Bei Wolfgang Trinker kommen Geschwollene mit Soße warm auf den Tisch. Woher seine täglichen Mahlzeiten kommen, darüber hat sich der Patient der Wertachklinik Schwabmünchen bisher keine Gedanken gemacht. Der Ort, im Untergeschoss des Krankenhauses, wäre aber ohnehin für ihn tabu. Ganz unscheinbar und ohne Hinweis führt eine große Flügeltür in den Küchenbereich. Ab hier geht es aus hygienischen Gründen nur noch in Schutzkittel und Haube weiter, auch für den Besuch der Presse. Im Zentrum des Küchenraums steht ein langes Fließband, daneben glänzen die Chromarmaturen von Koch- und Spülbereich. Viele Türen in den gefliesten Wänden führen in Kühl- und Lagerräume. Die Luft ist frisch, von Hektik keine Spur. Planung ist das A und O An die 230 Patienten werden in den Wertachkliniken Schwabmünchen und Bobingen täglich bekocht. Zudem beliefert die Küche Sozialstationen, Schulen und Kindergärten. Das macht fast 500 Mittagessen, plus Frühstück und Abendessen. Planung ist das A und O. Bei dieser genießt Küchenleiter Helmut Reuther einen entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zum À-la-carte-Restaurant steht in der Wertachklinik schon vorher fest, wie viele „Gäste“ er versorgen muss - und damit auch, welche Mengen er braucht. Reuther hat jahrelang in „normalen“ Restaurantküchen gearbeitet. Unterschiede sieht er neben der Planung nur wenige. Für ihn lag die größte Umstellung beim Würzen der Speisen: „Die Patienten sind viel geschmacksempfindlicher als normale Gäste.“ Nach dem Kochen wird gekühlt Und noch einen Unterschied gibt es. Beim Kochen in den Wertachkliniken kommt es nicht darauf an, das Essen nach der Zubereitung möglichst lange warmzuhalten - im Gegenteil. Das Essen kommt vom Garofen sofort in die Kühlräume und wird dort auf drei Grad heruntergekühlt. Am nächsten Morgen holt das Küchenpersonal die fertigen Komponenten aus den Kühlschränken und bestückt damit die Tabletts, die in Servierwägen kommen. Punkt 11 Uhr geht es damit auf die Stationen. Dort kommen die Wägen an eine Ladestation, mit deren Hilfe die Induktionsplatten im Inneren geheizt werden. Wer welches Essen bekommt - darum hat sich bereits zuvor Diätassistentin Jutta Schieferdecker gekümmert. In ihren Handcomputer hat sie die Bestellungen eingetippt: Vollkost, leichte Vollkost, vegetarische Kost oder spezielle, vom Arzt verschriebene Diäten. Durch die Spezialisierung der Klinik auf Bauchchirurgie ist ein Großteil der Patienten auf letztere angewiesen. Die kulinarischen Dauerbrenner Paniertes und Frittiertes sind hier tabu. „Geschwollene mit Soße“ aber werden serviert. Pünktlich und warm.
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Klinik Bobingen Wertachstraße 55
Fon 08234. 81 - 0
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Klinik Schwabmünchen Weidenhartstraße 35
Fon 08232. 508 - 0
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