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Grundsätzliche Infos
| Das Gespräch vor der Operation ist wichtig
Die Narkoseformen werden individuell jedem Patienten in einem Vorgespräch erläutert und das für den Patienten geeignete Verfahren in Absprache mit ihm festgelegt. Durch Erfragen von Begleiterkrankungen (Anamnese), die körperliche Untersuchung und die Bewertung von weiterführenden Untersuchungsergebnissen, z. B. der Laborwerte, des EKG’s und anderem wird ein Profil für das Narkoserisiko des Patienten erarbeitet. Danach richtet sich dann Art und Ausmaß der Überwachungsmaßnahmen (Monitoring) während der Operation.
| Anästhesierisiko
Die Narkose ist heute so sicher wie nie zuvor in unserer Geschichte. Während 1980 noch das durchschnittliche Risiko einer tödlichen anästhesiebedingten Komplikation bei 1:10.000 lag, liegt heute der Risikobereich bei 1: 200.0000 (*).
Bei rückenmarksnahen Regionalanästhesien ist eine bleibende Querschnittslähmung ebenso selten wie die Narkoseletalität. Dabei ist die Lähmung nicht Folge der Regional-anästhesie an sich. Es ist die Folge der Ausbildung eines Blutergusses oder Abszesses im Wirbelkanal. Dieser kann nach Stunden oder Tagen durch Druck auf die Nerven zur zunehmenden Lähmung führen. Durch rechtzeitige Diagnose und Operation kann ein bleibender Schaden vermieden werden.
(*) Im Vergleich zum Todesrisiko durch Narkose liegt das Risiko im Straßenverkehr zu versterben bei 1:8000 und das Risiko an den Folgen des Rauchens zu versterben bei 1:2000 und damit deutlich höher!!!
| Patientenüberwachung während der Operation
Im gesamten Verlauf der Operation und Narkose werden fortlaufend EKG, Blutdruck und Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen (Pulsoxymetrie) und auf modernen Überwachungs-monitoren aufgezeichnet. Die Beurteilung aller gemessenen Parameter und des klinischen Zustandes der Patienten obliegt dem Narkosearzt (Anästhesist), der die Patientenbetreuung während der ganzen Operation sicherstellt. Er passt die Narkosetiefe dem Operationsverlauf und dem Bedarf des Patienten an. Bei erheblichen Begleiterkrankungen eines Patienten werden die Überwachungsmaßnahmen erweitert. Somit sind Narkosen heute äußerst sicher geworden. Das Risiko eine anästhesiebedingte schwere Komplikation zu erleiden beträgt heute 1:150.000 bis 1:200.000 und ist in den letzten 20 Jahren deutlich gesunken.
| Aufwachraum
Für unsere 4 OP-Säle stehen uns zwei Aufwachräume mit insgesamt fünf Betten zur Verfügung. Diese sind mit Überwachungsmonitoren und Therapieplätzen ausgestattet. Neben einer engmaschigen Überwachung der Herz-Kreislauf- und Atmungsfunktion beginnt hier schon eine frühzeitige Schmerztherapie. Speziell geschulte Pflegkräfte unter Aufsicht eines Anästhesisten betreuen die Patienten in der unmittelbar postoperativen Phase bis zur Verlegung auf die Station.
| Info für Ärzte
Im Rahmen der Patientenvoruntersuchung werden wir nicht selten mit der Aussage konfrontiert: " Mein Hausarzt hat gesagt, dass man bei mir keine Vollnarkose machen darf, weil das zu gefährlich wäre." Oder "Mein Hausarzt hat gesagt, dass nur eine örtliche Betäubung für mich gut sei."
Es kostet dann immer große Mühe den Patienten davon zu überzeugen, dass unter Umständen die Narkose für ihn doch das bessere Verfahren darstellt oder umgekehrt die Teilnarkose. Doch ein Rest Skepsis und Angst bleiben immer.
Die modernen Anästhesieverfahren bieten größtmögliche Sicherheit auch für Risiko-patienten. Allein der erfahrene Anästhesist kann unter Abwägung aller Gesichtspunkte bezüglich Vorerkrankungen, Operation und Operateur entscheiden, welches Anästhesieverfahren für den Patienten das Geeigneste ist. Gerade bei schweren Herz-/Kreislauferkrankungen oder nach Einnahme von Antikoagulantien fällt diese Entscheidung nicht selten zugunsten der Vollnarkose
Wir bitten Sie daher, Ihren Patienten gegenüber keine definitive Aussage zur Narkoseart zu machen.
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• Grundsätzliches |
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Abteilung für Anästhesie |
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Anästhesie Ambulanz |
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Chefärzte Bobingen Dr. Erwin Krebs
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Chefarzt Dr. Michael Küchle Fon 08232. 508 - 515 |
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